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GENDER IN DIGITAL REALITY

Eröffnung 20. Februar 2018, 18 Uhr
21. Februar – 10. März 2018
Material, Klingenstrasse 23, 8005 ZĂĽrich


GIDR Ausstellungsansichten

Mit Magdalena Baranya, Samuel Haitz, Martina Mächler, Phia Seidler, Stella und Lena Maria Thüring
Eröffnung mit einer multimedialen Installation von Philip Tsapaliras, Paula Ursprung und Artemisia Valisa

Das Ausstellungskonzept verhandelt das Thema Performativität des sozialen Geschlechts. Basierend auf dem Text von Judith Butler „Performative Akte und Geschlechterkonstitution“ aus dem Jahr 1988, diskutieren wir die These, dass sich Identität erst durch performative Akte konstituiert. Die Gruppenausstellung soll untersuchen, wie sich die Geschlechterrollenverhältnisse heute präsentieren und wie Gender durch die Digitalisierung gedacht wird.

Soziale Medien liegen an der Schnittstelle zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit, an der aktuelle Tendenzen in allen Gesellschaftsschichten und Altersklassen am schnellsten sichtbar werden. Sie sind auch Ort der Selbstdarstellung und der damit einhergehenden Performativität. Deshalb eignen sie sich, um das zentrale Thema der Performativität von Geschlechterrollen zu untersuchen. Diesem sich rasant wandelnden Diskurs wird noch keine stabile Plattform geboten, um die Ideen, Vorstellungen und Wünsche zu diesem Thema zu diskutieren und weiterzuführen. In diesem Kontext ist eine künstlerische Bestandsaufnahme von tatsächlich gelebten und/oder möglichen Geschlechterrollen dringend angezeigt.

Die Ausstellung soll mit ihrem Programm einen Rahmen bieten und junge Künstler zeigen, die sich für diese Ausstellung mit den Themen Identität, alternativen Lebensformen und der Unterwanderung von bestehenden Machtkonstrukten auseinandersetzen. Dabei soll der Austausch zwischen Künstlern mit unterschiedlichen Arbeitspraxen gestärkt werden.

In Zusammenhang mit dem Ausstellungsort soll das Zusammenspiel von digitalen Medien und analogen Trägern untersucht werden und auf welche Weise sich diese bedingen. Können virtuelle Welten ohne analoge Wirte bestehen und was benötigen sie, um sich zu performen? Umgekehrt wirft dies die Frage auf, wie analoge Medien den digitalen dienen, wenn beispielsweise Bücher virtuelle Räume öffnen und wie sich dadurch die Wirkung der Aussage verändert.

Während der dreiwöchigen Ausstellungszeit wird im Material ein Rahmenprogramm mit Lesung, Diskussionsrunde, Vortrag, Konzert und einer Performance stattfinden, welches das Ausstellungsthema von einer anderen Perspektive aufarbeitet, aber auch kritisch überprüft. Alle Veranstaltungen während dieser Zeit widmen sich dem Thema der Ausstellung.

Wie konstituiert sich Geschlecht heute? Welche Formen von Unterwanderung der Geschlechterzugehörigkeit sind festzustellen? Welchen Einfluss üben Neue Medien auf die Konstitution von Geschlechterrollen aus? Diesen und anderen Fragen geht die Ausstellung GENDER IN DIGITAL REALITY nach.


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